"Das grosse Geschäft mit Schweizer Päckli" - Blick vom 22. Dezember 2015

Lieber Blick.ch: Danke für den Bericht. Was wir ergänzen möchten: Die Mehrheit der Kunden von MeinEinkauf.ch kauft nicht wegen Preisunterschieden, sondern weil ein Grossteil des Amazon.de Sortiments von über 100'000 Marktplatz-Händlern nicht in die Schweiz lieferbar ist.

Das MeinEinkauf.ch Team

Das MeinEinkauf.ch Team

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/deutsche-kassen-klingeln-das-grosse-geschaeft-mit-schweizer-paeckli-id4485346.html

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Immer mehr private Kleinst­anbieter springen auf den Zug auf. Bereits dürfte es knapp 1000 Lieferadressen geben, schätzt Jan Bomholt (42), Gründer von MeinEinkauf.ch. Keiner beobachtet das Business so intensiv wie er. Sein Service geht noch einen Schritt weiter: Er transportiert die Pakete zur Grenze und bringt sie auf der Schweizer Seite zur Post. Das kostet mindestens 15 Franken.

Bomholt ist 2012 mit drei Angestellten gestartet, heute beschäftigt er zehnmal mehr. «Alleine letztes Jahr wuchs unser Umsatz um das Drei­einhalbfache», sagt der HSG-Absolvent.

Derzeit wickelt er bis zu 1000 Pakete ab. Zehn deutsche Händler nutzen ihn sogar als offiziellen Schweizer Lieferkanal. Nachahmer versuchen, ihm Marktanteile streitig zu machen. Aber mit wenig Erfolg, wie er feststellt: «Sie schaffen es gerade mal, die allgemeinen Geschäftsbedingungen auf unserer Website zu kopieren.»

Wahre Konkurrenz droht ihm nur von Amazon. Noch liefert der Internetriese nur einen Bruchteil seines Angebots in die Schweiz. Das könnte sich dereinst ändern. Und weil viele Lieferadressen vor allem Amazon-Ware entgegennehmen, müssten wohl einige Anbieter das ­lukrative Geschäft aufgeben.

"EIN BOTE WIRD KOMMEN." - NZZ Folio vom 5. Oktober 2015

"EIN BOTE WIRD KOMMEN." - NZZ Folio vom 5. Oktober 2015
"EIN BOTE WIRD KOMMEN." - NZZ Folio vom 5. Oktober 2015

folio.nzz.ch/2015/oktober/ein-bote-wird-kommen

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EIN BOTE WIRD KOMMEN.

[...] Jenseits der Schweizer Grenze, im Businesspark von Konstanz, verwandelt Jan Bomholts Firma Meineinkauf.ch täglich ein paar Hundert deutsche Pakete in Schweizer Päckli. Meineinkauf.ch überwindet die Zollschranke zwischen Deutschland und der Schweiz, gegen die jeder schon geprallt ist, der online etwas anderes als Bücher bestellen wollte: «Leider kann dieser Artikel nicht in die Schweiz versendet werden», heisst es dann am Ende des Bestellvorgangs.

Vor allem die selbständigen Händler, die auf der Plattform von Amazon ihr Versandgeschäft betreiben, verzichten lieber auf das Schweiz-Geschäft, als unzufriedene Kunden zu haben, die dem Pöstler Geld für den Zoll nachzahlen müssen und dann den Händler dafür verantwortlich machen. «Gute Kundenbewertungen sind das Kapital dieser Händler», sagt Bomholt, «das wollen sie nicht aufs Spiel setzen.» [...]

folio.nzz.ch/2015/oktober/ein-bote-wird-kommen

"MeinEinkauf.ch: 10% Extra-Umsatz mit der Schweiz" - logistik-watchblog.de vom 20. August 2015

Jan Bomholt, Geschäftsführer MeinEinkauf.ch
Jan Bomholt, Geschäftsführer MeinEinkauf.ch

http://www.logistik-watchblog.de/interviews/350-meineinkauf-ch-10-extra-umsatz.html

MeinEinkauf.ch: 10% Extra-Umsatz mit der Schweiz

Immer mehr Schweizer Kunden kaufen dank des Online-Handels in Deutschland ein. Doch für deutsche Unternehmen ist der Versand in die Schweiz nicht einfach, denn es gibt sowohl bürokratische Hürden, als auch Gebühren beim Zoll. Das Unternehmen MeinEinkauf.ch hat sich auf dieses Problem spezialisiert und hilft deutschen Unternehmen bei der Abwicklung der Hürden.

Logistik Watchblog: Warum ist der Einkauf für Schweizer Bürger in deutschen Online-Shops derzeit problematisch?

Dr. Jan Bomholt: Die Schweiz ist nicht Teil der EU. Durch den Import von Warensendungen in die Schweiz fallen daher Zölle und Zollgebühren an. Diese sind für den Kunden vorab nicht genau kalkulierbar. Darüber hinaus ist der Versand in die Schweiz bei vielen Paketdienstleistern teurer als in EU-Länder. Viele deutsche Online-Shops liefern nicht in die Schweiz, weil sie sich mit den erforderlichen Dokumenten nicht auskennen. Oder auch deshalb nicht, weil sie nicht riskieren möchten, schlechte Bewertungen ihrer Schweizer Kunden zu erhalten, weil diese an der Haustür nachzahlen müssen. Sie verzichten lieber auf 10% Extra-Umsatz als schlechte Bewertungen für einen Umstand einzufahren, den sie nicht beeinflussen können.

Logistik Watchblog: MeinEinkauf.ch verspricht das Problem zu lösen, wie genau funktioniert dieses Geschäftsmodell?

Dr. Jan Bomholt: MeinEinkauf.ch ist eine Art „Letzte Meile“ in die Schweiz und verzollt täglich Hunderte Sendungen von inzwischen über 18.000 deutschen Online-Shops. MeinEinkauf.ch übernimmt die Verzollung und finanziert die anfallenden Schweizer Einfuhrabgaben u.a. aus der Rückerstattung der deutschen Vorsteuer, die beim Export in ein Drittland erstattbar ist. Dies ermöglicht Schweizer Kunden eine „all-duties-paid“ Lieferung aus deutschen Online-Shops – und dies zum gleichen Endpreis wie für Kunden in Deutschland.

Logistik Watchblog: Teil des Online-Handels sind auch Retouren. Wie geht Einkauf.ch mit den Retouren der Schweizer Kunden um?

Dr. Jan Bomholt: MeinEinkauf.ch bietet eine Retouren-Adresse in der Schweiz an, welche mit Inlandsporto „erreichbar“ ist. Von hier erledigt MeinEinkauf.ch mehrmals wöchentlich die Rückverzollung aus der Schweiz nach Deutschland und den anschließenden Rückversand an den ursprünglichen Verkäufer.

Logistik Watchblog: Arbeiten Sie direkt mit deutschen Online-Händlern zusammen?

Dr. Jan Bomholt: Der Service von MeinEinkauf.ch besteht sowohl für Endkunden in der Schweiz als auch für deutsche Online-Händler, welche eine „all-duties-paid“ Lösung für ihre Schweizer Endkunden suchen. Etwa die Hälfte unseres Paketvolumens erfolgt bereits im Auftrag von deutschen Online-Händlern, für die wir ebenfalls verzollen und direkt an deren Endkunden versenden. Die Möglichkeit, Schweizer Kunden eine zusätzliche Lieferoption anzubieten oder die Schweiz neu als Versandland anführen zu können, wird von einer zunehmenden Zahl an Online-Händlern gerne angenommen.

Logistik Watchblog: Wie läuft der Versand ab, wenn das Paket aus Deutschland bei MeinEinkauf.ch angekommen ist?

Dr. Jan Bomholt: Wir werden täglich am Vormittag von diversen Paketdiensten und Speditionen in Konstanz (Deutschland) beliefert. In der Regel verzollen und liefern wir noch gleichtags in die Schweiz, so dass auch noch ein Geschwindigkeits-Vorteil gegenüber der Verzollung durch die Post oder andere Paketdienstleister besteht.

Logistik Watchblog: Wie möchten Sie MeinEinkauf.ch in den nächsten Monaten weiterentwickeln, planen Sie das Geschäftsmodell auszubauen?

Dr. Jan Bomholt: Auch für Schweizer Online-Händler, die nach Deutschland und andere EU Länder liefern möchten, bauen wir gerade eine tägliche „Straße“ in die Gegenrichtung, also in die EU hinein, auf. Die Nachfrage ist groß und wir sind bereits jetzt mit einem täglichen Transport unterwegs. Darüber hinaus arbeiten wir derzeit mit dem einen oder anderen Online-Marktplatz daran, eine „all-duties-paid“ Lieferoption aufzubauen, welche Schweizer Kunden direkt auswählen können, ohne sich vorher bei MeinEinkauf.ch registrieren zu müssen. Damit möchten wir einen Beitrag zu erfolgreichen Conversion Rates leisten, welche deutsche Online-Shops mit ihrer Schweizer Kundschaft realisieren können.

Über Dr. Jan Bomholt:

Jan Bomholt ist Geschäftsfüherer von meineinkauf.ch und ist gebürtiger Deutscher mit einem Schweizer Pass.

Veröffentlicht: 20. August 2015 / Geschrieben von Giuseppe Paletta

"Bequem online im Ausland einkaufen" - NZZ am Sonntag vom 21. Juni 2015

www.pressreader.com/bookmark/MU2UB3ISFJM2/

iPad-App der NZZ: itunes.apple.com/ch/app/nzz-e-paper/id394153179

Bequem online im Ausland einkaufen

Firmen helfen Schweizern, von zu Hause aus virtuell über die Grenze shoppen zu gehen, indem sie Zoll und Versand abwickeln.

Er ist ein Gewinner der Frankenstärke: Seit dem Währungssprung im Januar hat Jan Bomholt viel zu tun. Seine St. Galler Firma MeinEinkauf bestellt im Auftrag von Schweizer Kunden Pakete aus über 16 000 deutschen Online-Shops, verzollt diese, fährt einmal täglich über die Grenze und versendet die Ware per Post oder DPD bis nach Hause. Den Kunden kostet das in der Regel Fr. 14.90 pro Paket.

«Seit Januar ist das Bestellvolumen explodiert», sagt Bomholt. Normalerweise verarbeitet er 300 bis 400 Pakete pro Tag. «Im Februar hat sich das zeitweise verdreifacht; wir arbeiteten in drei Schichten und verzollten auch nachts.» Plötzlich seien gar Handys, Laptops und Elektronik bestellt worden, die bisher in der Schweiz günstiger waren. Nach Preisanpassungen der hiesigen Shops sei die Elektronik nun wieder weggefallen.

«Jedes Jahr verdreifachen wir unsere Kundenzahl», sagt Bomholt, der die Firma 2012 gründete. Es gehe in Richtung 100 000. Zwei Drittel der Bestellungen erfolgten, weil Waren hierzulande nicht verfügbar seien, nur ein Drittel seien Schnäppchen. In den letzten Monaten habe etwa ein Käufer Hunderte Apple Watches importiert und sie zum doppelten Preis weiterverkauft. 8% der Ware seien Textilien, der Rest verteile sich auf unzählige Nischenprodukte.

Der Online-Einkauf im Ausland boomt. Die Post importiert seit Januar 10% mehr Pakete. Viele ausländische Online-Shops liefern ihre Ware auch direkt. Übersteigt der Wert aber eine Grenze, wird es für den Kunde teuer: Bei einem Warenwert inklusive Versand von 62 Fr. – bei Büchern 200 Fr. – fallen Zoll und Mehrwertsteuer an. Hinzu kommen Gebühren der Post oder anderer Spediteure. Das ist laut Bomholt der Grund, weshalb viele der über 100 000 bei Amazon angeschlossenen Händler nicht über die Grenze liefern. Sie fürchten schlechte Bewertungen, wenn die Kunden unerwartet nachbezahlen müssten. In diese Lücke springt Bomholt.

Viele Schweizer lassen sich Pakete an Abhol-Stationen im benachbarten Ausland schicken. 2013 waren es Waren im Wert von 200 Mio. Fr.; 2015 dürften es viel mehr werden. MeinEinkauf steht mit den Abhol-Stationen im Wettbewerb: Denn wer ein Paket nach Hause geschickt bekommt, spart Fahrzeit und -kosten. Doch auch Bomholts Kunden müssen rechnen. In der Regel liege der Warenwert der Pakete zwischen 50 Fr. und 200 Fr. Anders als etwa Amazon, muss Bomholt den gesamten Warenwert verzollen. Er verdient vor allem am Unterschied zwischen der höheren deutschen und der tieferen Schweizer Mehrwertsteuer, den er – abzüglich Zollabgaben nach Gewicht – behält. Das lohne sich für ihn vor allem bei teuren, leichten Waren. Kaum profitabel seien 10er-Packs Nivea-Shampoos, was aber täglich vorkomme.

Bomholt hat mittlerweile 26 Mitarbeiter und auch die Logistik von knapp zehn hiesigen Online-Shops übernommen. Bereits arbeitet er an MeinExport: Der Dienst soll es Schweizer Händlern vereinfachen, in die EU zu verkaufen.

Marco Metzler

"Euro-Rabatte sind stark in Mode" - Berner Zeitung vom 4. Februar 2015

http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/EuroRabatte-sind-stark-in-Mode/story/25038274

Die Aufhebung des fixen Euro-Franken-Kurses zwingt die Modehäuser zum Handeln. Erste Geschäfte in den Schweizer Städten haben reagiert und verkaufen die neue Frühlingsmode bis zu 20 Prozent günstiger.

Das gab es noch nie: Noch bevor der Winterschlussverkauf zu Ende ist, purzeln auf der neuen Frühlingskollektion die Preise. Knapp drei Wochen nach der Aufgabe des Mindestkurses zum Euro von 1.20 Franken überbieten sich die Geschäfte gegenseitig mit Preisreduktionen. Und dies, obwohl ein Teil der verbilligten Produkte noch zum höheren Eurokurs beschafft worden ist. Grieder etwa, das Modehaus am Waisenhausplatz in der Stadt Bern, bietet Käufern flächendeckend einen Eurorabatt von 15 Prozent. «Der Kunde soll nicht warten müssen, bis wir mit Lieferanten tiefere Preise ausgehandelt haben», erklärt Direktor Christoph Poupon. Unter dem Strich sei das ein Verlustgeschäft.

20 Prozent günstiger

Esprit, eine Marke aus Kalifornien, verkauft die neue Kollektion um 20 Prozent günstiger. Auch beim Schweizer Label Tally Weijl ist die aktuelle Mode 15 Prozent heruntergesetzt. Reduktionen bieten in der Stadt Bern unter anderen auch das Modehaus Fueter und Max Mara. Beim Berner Warenhaus Loeb heisst es: «Kurzfristig werden wir punktuell Prozente bei einzelnen Sortimentsbereichen oder Produkten gewähren.»

«Warten auf Lieferanten»

Andere Geschäfte sind zurückhaltender. Bei H&M heisst es: «Aus geschäftspolitischen Gründen können wir keine Informationen über unsere Preisstrategie geben und führen diesbezüglich interne Diskussionen.» Beim Modehaus Schild wurde der Einkauf im Modebereich vor etwa sechs Monaten getätigt: «Kunden profitieren von den verbesserten Wechselkursverhältnissen, sobald diese auf den jeweiligen Einkäufen realisiert wurden», sagt Andreas Bantel, Pressesprecher von Schild. Beim Warenhaus Globus heisst es, man führe intensive Verhandlungen mit Lieferanten und habe bereits erfolgreich erste Preisreduktionen auch im Non-Food erzielt, welche laufend an die Kunden weitergegeben würden. Auch das Warenhaus gibt Preissenkungen weiter, sobald es sie selber von Lieferanten erhält.

«Schweizer Geschäfte, die schon jetzt die Frühlings- und Sommerware mit einem Preisnachlass verkaufen, wählen den richtigen Weg», sagt Harley Krohmer, Marketingprofessor an der Universität Bern. Für die Läden sei das in finanzieller Hinsicht ein einschneidender Prozess, da sie die Ware noch zu einem Euro-Franken-Kurs von 1.20 erworben haben. Trotzdem könnten sie auf diese Weise vermeiden, in ein paar Monaten auf grossen Lagerbeständen sitzen zu bleiben.

«Das reicht noch nicht»

Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz, begrüsst das Vorgehen derjenigen Modehäuser, die die Preise sofort an den neuen Währungskurs angepasst haben: «Das reicht allerdings noch nicht. Immer noch werden identische Kleider in der Schweiz bis zu doppelt so teuer verkauft wie in Deutschland.» Neben der Währungsbereinigung fordert Stalder, dass Schweizer Modehäuser Kunden faire Preise böten. Der grösste Teil der hier verkauften Kleider werde im Ausland in Billigländern produziert. «Bei elektronischen Geräten geht es auch. Nun sind die Modehändler gefordert.»

«Luxus ist gefragt»

Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens GFK gaben Schweizer Konsumenten im Jahr 2013 fast 10 Milliarden Franken im Ausland aus. Davon floss etwa die Hälfte nach Deutschland. Dieses Jahr dürfte es noch mehr werden. Der tiefe Euro gibt dem Einkaufstourismus zusätzlichen Schub – was davor schon günstig war, ist heute noch billiger.

«Die Geschäftsinhaber müssen auf diese Entwicklung reagieren, und zwar nicht nur jene, die sich in Grenzregionen befinden», sagt Marketingprofessor Krohmer. Gerade Luxusprodukte seien in der Schweiz sehr gefragt. Preisdifferenzen seien dort besonders gross. Punkten kann der Schweizer Modehandel nach der Meinung des Marketingprofessors mit guter Beratung und Service, der auch nach dem Kauf des Produkts noch weitergeht. «Wer sich gut beraten fühlt, der bewertet das Preis-Leistungs-Verhältnis auf eine ganz andere Art», sagt er.

"Das kaufen Schweizer jetzt in deutschen Onlineshops" - Blick vom 26. Januar 2015

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/boom-im-internet-statt-im-laden-das-kaufen-schweizer-jetzt-in-deutschen-onlineshops-id3435609.html

Detailhändler in Konstanz und Waldshut sind enttäuscht: Es kamen bisher viel weniger Schweizer Shoppingtouristen als erwartet. Viele Schnäppchenjäger haben eben im Internet eingekauft.

Die grosse Grenzshopping-Welle ist ausgeblieben. Nach dem Mindestkurs-Ende wurde in grenznahen deutschen Einkaufsmeilen massenweise Schweizer Schnäppchenjäger erwartet. Schliesslich wurden für uns von einem Tag auf den anderen Konsumgüter um 20 Prozent günstiger.

Eingekauft wurde trotzdem – im Internet. Die Klickzahlen von Schweizer Konsumenten auf deutschen Onlineshops stiegen rasant an. Weil aber viele Shops nicht in die Schweiz liefern, wichen die Shopper auf deutsche Lieferadressen aus.

Einer der beliebtesten Dienste ist meineinkauf.ch. Die Schweizer Firma stellt nicht nur eine Lieferadresse in Konstanz zur Verfügung, sie holt die Ware auch gleich selber ab und bringt sie in der Schweiz auf die Post. Ausgenommen sind Lebensmittel. Der Dienst kostet im Schnitt 14.90 Franken. Auf die Rückerstattung der Mehrwertsteuer muss man allerdings verzichten.

Schweiz ist nicht mehr das günstigste Apple-Land

«Nach dem 15. Januar schoss unser durchschnittlicher Bestellwert von 120 auf 250 Euro hoch», sagt Firmenchef Jan Bomholt zu Blick.ch. «Wir hätten niemals mit so einem Anstieg gerechnet.» Normalerweise würden Waren bestellt, die in der Schweiz nicht erhältlich seien. «Der Preis steht bei unseren Kunden meist nicht im Zentrum», sagt Bomholt.

Das hat sich nun schlagartig geändert (siehe Bildstrecke oben). Beispiel: Unterhaltungselektronik. Musik-Player, Kameras, Fernseher waren bisher stets in der Schweiz günstiger als im Ausland. Seit vorletzter Woche sind sie vielerorts günstiger. Die Schweiz war bislang das günstigste Land weit und breit fürs iPhone. Das kleine iPhone 6 kostet nun in Deutschland rund 60 Franken weniger.

Die beliebtesten deutschen Onlineshops für Schweizer Konsumenten sind laut Bomholt amazon.de, ebay.de, hitmeister.de, decathlon.de und outletcity.com (in dieser Reihenfolge).

Die grosse Nachfrage führt nun bei meineinkauf.ch zu einer Aufstockung der Stellen. Bomholt: «Im Moment sind wir 14 Leute. Bis Ende Jahr werden wir wohl 25 sein.» 

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